Wiss. Mitarbeiter*in (Praedoc) (w/m/d) (DM-928)
Das sind wir
Im Arbeitsbereich Entwicklungswissenschaft und Angewandte Entwicklungspsychologie beschäftigen wir uns in Forschung und Lehre im Schwerpunkt mit Prävention in den Settings Kindertagesstätte und Schule
sowie der Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen. Dabei geht es beispielsweise um die Prävention von Mobbing in der Schule, der Förderung von Internetkompetenz und Prävention von Cybermobbing sowie der Analyse und Prävention schwerer, zielgerichteter Formen von Schulgewalt und Radikalisierung.
Im Forschungsprojekt befassen wir uns sich mit Cyberkriminalität und ihren vielfältigen Auswirkungen auf Betroffene und Gesellschaft. Ziel ist es, Erfahrungen, Folgen und Umgangsweisen aus unterschiedlichen Perspektiven empirisch zu untersuchen und daraus Erkenntnisse für Forschung und Praxis zu gewinnen.
Die ausgeschriebene Stelle ist in die empirische Projektarbeit eingebunden und bietet die Möglichkeit, im Rahmen des drittmittelfinanzierten Forschungsprojekts ein eigenes Promotionsvorhaben im thematischen Kontext des Projektes zu entwickeln. Eine Dissertation ist ausdrücklich erwünscht und im Rahmen der wissenschaftlichen Qualifizierung vorgesehen.
Das erwartet Sie bei uns
- Konzeption, Vorbereitung und Durchführung qualitativer Interviewstudien im Projekt
- Entwicklung, theorie- und forschungsgeleitete Ausarbeitung sowie Pilotierung von Interviewleitfäden
- Planung und Umsetzung der Rekrutierung; sensible Ansprache und Gewinnung von Betroffenen bzw. Opfern unterschiedlicher Formen von Cyberkriminalität
- Durchführung qualitativer, potenziell belastender Interviews mit besonderer Aufmerksamkeit für informierte Einwilligung, Freiwilligkeit, Schutzbedarfe und mögliche Belastungsreaktionen
- Ethisch reflektierter, datenschutz- und sicherheitsbewusster Umgang mit vulnerablen Teilnehmenden sowie Mitarbeit an Schutz-, Krisen- und Verweisstrukturen
- Aufbereitung des Interviewmaterials, insbesondere Dokumentation, Pseudonymisierung, Transkriptionskoordination und Qualitätssicherung
- Qualitative Auswertung der Interviews, z. B. mittels strukturierender bzw. reflexiver Kodierverfahren, und nachvollziehbare Dokumentation des Analyseprozesses
Das bringen Sie mit
Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Diplom oder gleichwertiger Abschluss) in Kriminologie, Bildungswissenschaft, Psychologie oder einem für das Projekt einschlägigen Fach.
Das wünschen wir uns von Ihnen
- Fundierte Kenntnisse qualitativer Forschungsmethoden und praktische Erfahrung mit qualitativen Interviews
- Erfahrung in der Entwicklung und Pilotierung von Interviewleitfäden sowie in der qualitativen Datenaufbereitung und -auswertung
- Erfahrung in der Rekrutierung und Ansprache schwer erreichbarer oder vulnerabler Zielgruppen; Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, Opferhilfe oder zivilgesellschaftlichen Organisationen ist von Vorteil
- Ausgeprägte Sensibilität und professionelle Gesprächsführung bei Interviews zu belastenden Erfahrungen; Kenntnisse traumasensibler, diskriminierungskritischer und forschungsethischer Grundsätze
- Ausgewiesenes wissenschaftliches Interesse an Cyberkriminalität und ihren Schäden, insbesondere an interpersonaler Cyberkriminalität, sexualisierter digitaler Gewalt und gruppenspezifischer digitaler Gewalt
- Sehr gute Deutschkenntnisse (mind. C1-Niveau) und gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift (mind. B2-Niveau)
- Bereitschaft zu Dienstreisen
- Selbstständige, strukturierte und teamorientierte Arbeitsweise, hohe Zuverlässigkeit, Reflexionsfähigkeit und Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann freuen wir uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen. Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbung ausschließlich über unser Karriereportal, indem Sie auf den Button „Jetzt bewerben“ klicken. Bewerbungen in Papierform oder per E-Mail können leider nicht berücksichtigt werden.
Weitere Informationen erteilt Dr. Kristin Göbel (entwicklungspsychologie@zedat.fu-berlin.de)