Wiss. Mitarbeiter*in (Praedoc) (w/m/d) (DM-953)
Das sind wir
Der Arbeitsbereich Klinische Kinder- und Jugendpsychologie und -psychotherapie (Leitung: Prof. Dr. Claudia Calvano) am Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der Freien Universität Berlin sucht eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (Prädoktorand*in, 50 % Teilzeit).
Die Stelle ist angesiedelt in der von Dr. Christian Woll-Weber geleiteten Forschungsgruppe zur peripartalen psychischen Gesundheit und frühen Kindheit. Wir untersuchen, wie psychische Belastungen von Eltern rund um Schwangerschaft und Geburt auf die frühe Eltern-Kind-Interaktion, die Stress- und Emotionsregulation sowie die psychische Entwicklung des Kindes wirken. Methodisch verbinden wir Selbstberichtsverfahren, mikro- und makroanalytische Verhaltensbeobachtung und psychophysiologische Maße mit anspruchsvollen längsschnittlichen Auswertungsverfahren. Open-Science-Praktiken sind fester Bestandteil unserer Arbeit.
Die ausgeschriebene Stelle ist Teil des DFG-geförderten Verbundprojekts MIRROR („The reciprocal effects between facial mimicry, psychological distress during pregnancy, and postpartum mother-infant interaction quality“). In einer prospektiven Längsschnittstudie mit N = 338 Schwangeren wird an drei Messzeitpunkten (34.–37. Schwangerschaftswoche sowie 2,5 und 5,5 Monate postpartum) untersucht, ob eine verringerte faziale Mimikry ein früher Prädiktor für postpartale depressive Symptomatik und für eine beeinträchtigte Mutter-Kind-Interaktion ist. Erfasst werden u. a. faziales EMG, klinische Interviews und Fragebögen sowie videografierte Face-to-Face-Still-Face-Interaktionen; die Auswertung erfolgt über Cross-Lagged-Panel-Modelle.
Der Verbund vereint vier Standorte: das Klinische Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Düsseldorf (Dr. Ralf Schäfer, Projektleitung), das Institut für Experimentelle Psychologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (PD Dr. Nora K. Schaal), die Ludwig-Maximilians-Universität München (Prof. Dr. Corinna Reck) und die Freie Universität Berlin (Dr. Christian Woll-Weber, Co-Projektleitung). An der FU Berlin liegt die Verantwortung für die Interaktionsdiagnostik, das Datenmanagement sowie die Video- und Datenanalyse.
Wir bieten ein forschungsstarkes, kooperatives Umfeld mit enger Betreuung, Anbindung an ein interdisziplinäres nationales Verbundprojekt, die Möglichkeit zur Promotion (im Rahmen des dritmittelfinanzierten Fortschungsprojekts) sowie Gelegenheit zur Präsentation eigener Ergebnisse auf nationalen und internationalen Fachtagungen.
Das erwartet Sie bei uns
- Mitarbeit im DFG-Verbundprojekt MIRROR mit Schwerpunkt auf der Qualität der frühen Mutter-Kind-Interaktion
- Mikroanalytische Verhaltenskodierung videografierter Face-to-Face-Still-Face-Interaktionen als Erstkodierer*in mit dem Kodiersystem ICEP-R (Schulung erfolgt durch uns)
- Sicherstellung und Dokumentation der Kodierreliabilität sowie Anleitung und Supervision studentischer Hilfskräfte im Kodierprozess
- Koordination des standortübergreifenden Datenmanagements einschließlich Datenaufbereitung, -qualitätssicherung und datenschutzkonformer Datenhaltung
- Statistische Auswertung längsschnittlicher Daten, insbesondere Strukturgleichungsmodelle bzw. Cross-Lagged-Panel-Modelle in R (lavaan)
- Mitwirkung an wissenschaftlichen Publikationen sowie an der Präsentation der Ergebnisse auf nationalen und internationalen Konferenzen
- Umsetzung offener und reproduzierbarer Forschungspraxis (u. a. Präregistrierung, Bereitstellung von Analyseskripten)
- Mitarbeit an der Projektkoordination und Beteiligung an regelmäßigen Verbundtreffen der beteiligten Standorte
- Möglichkeit zur wissenschaftlichen Qualifikation (Promotion) im Rahmen des Projekts
Das bringen Sie mit
Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder gleichwertiger Abschluss) in Psychologie oder einem verwandten Fachgebiet.
Das wünschen wir uns von Ihnen
- Ausgeprägtes Interesse an einer Promotion im Bereich der klinischen Entwicklungspsychologie, der peripartalen psychischen Gesundheit oder der Eltern-Kind-Interaktionsforschung
- Fundierte, über Praktika hinausgehende praktische Erfahrung in der Arbeit mit Eltern und ihren Kindern (z.B. in Beratung, Frühen Hilfen, klinischen Einrichtungen, Schulen)
- Erfahrung mit videobasierter Verhaltensbeobachtung und Kodiersystemen (z. B. ICEP-R, CARE-Index) ist von Vorteil
- Fundierte Kenntnisse statistischer Methoden sowie sicherer Umgang mit R; Erfahrung mit Strukturgleichungsmodellen oder anderen längsschnittlichen Verfahren ist von Vorteil
- Erfahrung im Umgang mit psychometrischen Fragebogenverfahren und/oder klinischen Interviews (z. B. Mini-DIPS) ist wünschenswert
- Kenntnisse in offener und reproduzierbarer Forschung
- Sehr gute Deutschkenntnisse (Niveau C1) sowie sehr gute Englischkenntnisse (Niveau C1)
- Sorgfältige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise, auch bei repetitiven Auswertungsschritten
- Freude an kooperativer Arbeit in einem standortübergreifenden, interdisziplinären Team sowie Bereitschaft zu gelegentlichen Reisen zu Verbundtreffen oder Kongressen
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann freuen wir uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben mit Motivation und Forschungsinteressen, Lebenslauf, Zeugnisse). Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbung ausschließlich über unser Karriereportal, indem Sie auf den Button „Jetzt bewerben“ klicken. Bewerbungen in Papierform oder per E-Mail können leider nicht berücksichtigt werden.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Dr. Christian Woll-Weber.
E-Mail: christian.woll@fu-berlin.de
Telefon: +49 30 838 72194