Wiss. Mitarbeiter*in (w/m/d) im Forschungsprojekt Armut und soziale Ungleichheit (DM-860)

Bereich:  Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie
Vertragsdauer:  befristet bis zum 30.09.2028 (vorbehaltlich Mittel
Besoldungs- / Entgeltgruppe:  E 13 TV-L FU
Arbeitszeit:  50 %
Anf.-Kennung:  860
Bewerbungsende:  07.09.2026

Das sind wir

Am Arbeitsbereich Sozialpädagogik (Prof. Dr. Ulrike Urban-Stahl) wird unter der Leitung von Dr. Maksim Hübenthal ein zweijähriges Forschungsprojekt zur Armutsbekämpfung im Kontext einer zunehmend an Bedeutung gewinnenden sogenannten ‚neuen Mitleidsökonomie‘ durchgeführt. Im Projekt werden die subjektiven Herausforderungen armutsbetroffener Menschen bei der Inanspruchnahme wohltätigkeitsbasierter Unterstützungsangebote, wie beispielsweise Tafeln, Kleiderkammern oder Suppenküchen, sowie die Auswirkungen dieser Erfahrungen auf das Selbstverständnis als Bürger*in einer sozialstaatlich und demokratisch verfassten Gesellschaft untersucht. Das Forschungsdesign ist qualitativ angelegt (Constructivist Grounded Theory) und umfasst Interviews sowie teilnehmende Beobachtungen.

Das Projekt ist eines von zwei spiegelbildlich angelegten Teilprojekten des deutsch-israelischen, ländervergleichenden Gesamtprojekts „Burdened Citizenship: The Impact of Administrative Burden on Democracy in the New Charity Economy“. Die Förderung erfolgt durch die German-Israeli Foundation (GIF) im Rahmen des Förderschwerpunkts „The Future of Democracy and Social Inequities“.

Das deutsche Projektteam besteht aus der Projektleitung, eine*r wissenschaftlichen Mitarbeiter*in und eine*r studentischen Beschäftigten. Diese Struktur findet sich auch auf der israelischen Projektseite an der Universität Haifa.
Dienstort des deutschen Projektteams ist Berlin. Wir arbeiten überwiegend in Präsenz. Homeoffice ist anteilig möglich.

Das erwartet Sie bei uns

Der*die Stelleninhaber*in ist in enger Zusammenarbeit mit der Projektleitung verantwortlich für die Durchführung des Projekts in Berlin. Dies umfasst insbesondere

  • die Aufarbeitung des Diskurses zu Angeboten der ‚neuen Mitleidsökonomie‘
  • die Arbeit an Theorien zu ‚Administrative Burden‘ und ‚Policy Feedback‘
  • die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der empirischen Teilschritte in Berlin sowie die Gesamtauswertung
  • die regelmäßige Zusammenarbeit mit den israelischen Projektkolleg*innen
  • die Dissemination der Projektergebnisse auf (internationalen) Tagungen und durch Publikationen
  • die Projektorganisation und die Berichterstattung an den Drittmittelgeber.

Dienstreisen sind in Form von Tagungsteilnahmen sowie einem Projekttreffen vorgesehen.

Das bringen Sie mit

Sie verfügen über ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Diplom, Magister) in einer Sozial- oder Geisteswissenschaft, z.B. Erziehungswissenschaft, Soziale Arbeit, Soziologie, Politikwissenschaft oder Psychologie.

Das wünschen wir uns von Ihnen

Sie verfügen idealerweise über Kenntnisse im Bereich der Armuts- und Sozialstaatsforschung, der sozialpädagogischen Nutzer*innen- bzw. Adressat*innenforschung sowie in qualitativen Forschungsmethoden. Neben sehr guten Deutschkenntnissen (mind. C1-Niveau) verfügen Sie über anwendungsfähige Englischkenntnisse (mind. B2-Niveau) für die mündliche und schriftliche Kommunikation, die Arbeit auch mit englischsprachiger Fachliteratur sowie die Mitwirkung an internationalen Publikationen und Tagungsbeiträgen. Darüber hinaus bringen Sie sehr gute Kommunikations- und Moderationskompetenzen sowie eine strukturierte und eigenständige Arbeitsweise mit hohem Eigenengagement mit.

Unser Angebot/ Ihre Benefits

  • Mitarbeit in einem engagierten, internationalen Forschungsteam und Einbindung in den Arbeitsbereich Sozialpädagogik an der Freien Universität Berlin
  • Möglichkeit zur Promotion im Rahmen des Projekts ist am Arbeitsbereich Sozialpädagogik grundsätzlich gegeben
  • Mitwirkung in einem Forschungsprojekt mit hoher gesellschaftlicher Relevanz im Bereich von Demokratieförderung vor dem Hintergrund von sozialer Ungleichheit.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann freuen wir uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen. Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbung ausschließlich über unser Karriereportal, indem Sie auf den Button „Jetzt bewerben“ klicken. Bewerbungen in Papierform oder per E-Mail können leider nicht berücksichtigt werden.

Weitere Informationen erteilt Dr. Maksim Hübenthal (maksim.huebenthal@fu-berlin.de)

Anmerkungen

Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Die Freie Universität Berlin fordert Frauen sowie Personen mit Migrationsgeschichte ausdrücklich zur Bewerbung auf.
Vorstellungskosten können von der Freien Universität Berlin leider nicht übernommen werden.